Mehr Corona-Zahlen: Daten, Informationen und Quellen zum Selber-Einschätzen der Lage

Angstreduktion

In der Öffentlichkeit wird nur über steigende Infektionszahlen berichtet, was Ängste auslösen kann.
Zur Angstreduktion kann beitragen, wenn man diese Zahlen nicht ausschließlich für sich betrachtet, sondern in Relation zu anderen.

Alles hat zwei Seiten

In den Medien werden diverse Zahlen und Verläufe präsentiert (z.B. Infektionszahlen, Todesfallzahlen). Unter bestimmten Annahmen kann man diese als Wahrheit erachten. Aber sie stellen nur einen Teil der Wahrheit dar.

Auf dieser Website werden Zahlen, Grafiken und Informationen von einem anderen Teil der Wahrheit sichtbar gemacht. Dies möge dazu beitragen, sich selbst ein besseres Bild von der aktuellen Gesamtlage zu machen.

Der ausschließliche Blick auf Infektionszahlen und Todesfallzahlen ohne Bezug suggeriert große Gefahr. Ob diese Gefahr wirklich so gegeben ist, sollte jeder selbst für sich entscheiden können. Dazu braucht es aber mehr Informationen und Bezugsgrößen. Einige davon sollen hier gezeigt werden.

Quellen

Alle Grafiken basieren auf Daten und Informationen vom Robert Koch Institut, Statistischen Bundesamt, Intensivregister, statista.com, Statistik Schweden.
Vieles davon wurde bereits am 5.10.2020 in der ARD gebrachtARD Extra zur Corona-Lage 5.10.2020: https://www.youtube.com/watch?v=we0hqITYs7A und vieles deckt sich mit der Einschätzung der Kassenärztlichen Bundevereinigung (KBV) und Virologen wie Prof. Streeckhttps://www.youtube.com/watch?v=Rq6Mte99V-o, 28.10.2020, Youtube-Video von tagesschau: Statement von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Virologen zu Corona-Maßnahmen. Der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) stellt gemeinsam mit den Virologen Hendrik Streeck von der Universität Bonn und Jonas Schmidt-Chanasit von der Universität Hamburg ein Positionspapier zu den weiteren Corona-Maßnahmen vor. Darin stellen sie den Fokus auf Infektionszahlen und pauschale Maßnahmen in Frage und plädieren für eine stärkere Fokussierung auf Risikopatienten, hier kann man es noch mal in Ruhe nachlesen und Quellen dazu finden, so dass jeder die Angaben und Aussagen nachvollziehen kann.

Beispiele

Beispiel: 10.000 Corona-Todesfälle in Deutschland klingen dramatisch. Aber klingt diese Zahl noch genau so dramatisch, wenn ich weiß, dass jedes Jahr 20.000 Menschen an Erkrankungen der unteren Atemwege versterben und bei den allgemeinen Todesfallzahlen kein nennenswerter Anstieg zu erkennen ist? Sind diese 10.000 Fälle zusätzlich oder "ersetzen" sie schlicht 10.000 Todesfälle durch andere, ähnliche Erkrankungen? Vieles deutet auf letzteres hin. Und als Unter-70-Jähriger habe ich bei Erkrankung weiterhin nur eine Sterbewahrscheinlichkeit von ca. 0,44%, Über-70-Jährige ca. 2,5%.

Beispiel: Deutlich steigende Infektionszahlen klingen dramatisch. Aber klingen sie auch noch so dramatisch, wenn ich weiß, dass die Zahl der schweren Erkrankungen, Krankenhausfälle, Intensivfälle, Beatmungsfälle und Todesfälle relativ konstant bleiben?

Beispiel: Herr Lauterbach wird am 26.10.2020 im Berliner Tagesspiegel zitiert, die Anzahl der Corona-Intensivpatienten hätte sich binnen 10 Tagen verdoppelt. Das stimmt. Aber klingt es noch genau so dramatisch, wenn ich weiß, dass die Covid-Fälle nur etwa 6% (Stand 26.10., 17% 24.11.) der belegten Intensivplätze ausmachen, die Gesamtzahl der Intensiv-Belegung weiterhin konstant bleibt und es immer noch über 8.000 freie Intensivplätze gibt? (Stand 4.11.: 11% der belegten, 7.068 frei).

Mein persönliches Fazit

Nach längerer Recherche komme ich derzeit für mich zu dem Schluss: Ja, wir haben eine Pandemie (nach der neuen Definition) - aber in der Gesamtbetrachtung kein überdurchschnittliches Problem. Eine Krankheit geht um, die zum Teil schwerer verlaufen kann als eine Gripppe, aber sie ist inzwischen eine von mehreren und hat andere "ersetzt", so dass sich die Gesamtlage dadurch nicht von den Vorjahren unterscheidet.

Gingen im letzten Jahr beispielsweise die Krankheiten A, B, C und D um und C war die häufigste und schlimmste (nur haben wir die Infektionszahlen nicht gemessen), so sind es dieses Jahr A, B, Corona und D, wobei Corona zeitweise die häufigste und schlimmste war.

Dies schließe ich aus den Zahlen und Informationen, die hier zu finden sind, und aus den Veröffentlichungen des Robert Koch Instituts zu Influenza, die nahelegen, dass bei den akuten Erkrankungen der unteren Atemwege Corona nur einen Bruchteil ausmacht.

Tendenziös und verharmlosend?

Die Informationen auf dieser Website sind natürlich in gewissem Sinne "tendenziös", weil ich ja eben ein bisschen Kontrastprogramm liefern möchte.
Ist es "verharmlosend"? Ich denke nicht. Ich stelle Informationen bereit, die den Blickwinkel etwas erweitern, interpretieren möge das jede/r für sich.
Ich sage auch nichts über die Krankheit an sich. Sie ist in dem Sinne gefährlich, dass sie zum Tod führen kann und häufiger zur Intensivstation und Beatmung führt, als eine "normale" Grippe.
Aber für meine persönliche Gefahreneinschätzung ist wichtig, unter welchen Umständen und mit welcher Wahrscheinlichkeit das passiert.